Direkt zum Hauptbereich

Rezension Für dich soll´s tausend Tode regnen von Anna Pfeffer

Autor: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Genre: Jugendbuch
Seitenzahl: 320 Seiten


Klapptext



Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit



Meine Meinung


Emi ist ein wenig anders. Während die meisten Mädchen sich um ihr Aussehen, dem neuesten Tratsch und den angesagtesten Jungen Gedanken machen, stellt sich Emi vor, wie ihre Mitmenschen den Tod finden könnten. In ihrem Kopf stellt sie sich die seltsamsten Todesfälle vor und sammelt, in ihrem schwarzen Buch, verrückte Todesanzeigen. Ja, Emi ist ein wenig komisch aber schlagfertig. Immer mit dem richtigen Spruch auf den Lippen, der vor Sarkasmus trieft.

An ihrer neuen Schule legt sie sich relativ schnell mit Erik an, denn sie macht einen fatalen Fehler und setzt sich auf „seinen“ Platz im Klassenraum. Erik ist ein sehr zurückhaltender Junge, um den einige Gerüchte kursieren und der trotz seiner verschlossenen Art, bei den Mädchen besonders durch sein Aussehen gut ankommt. Zwischen Emi und Erik artet es so richtig, während einem Chemieexperiment, aus. Es kommt wie es kommen musste und die beiden bekommen als wöchentliche Strafarbeit, das gemeinsame Wegputzen von Graffitis, zur Aufgabe.

Da die beiden wirklich nicht miteinander auszukommen scheinen, geben sie sich gegenseitig Challenges. Derjenige der zuerst aufgibt und eine der Aufgaben nicht antritt, muss die Graffitis alleine wegputzen.

Diese Challenges geben der Geschichte etwas mehr pepp und hier zeigt sich, dass Erik nicht nur der in sich gekehrte Junge ist, sondern er beweist, dass auch er sehr kreativ ist und vor allem Humor hat.


Diese Geschichte ist die typische Hassliebesgeschichte zum mitfiebern. Was ich als positiv bewerte ist, dass Emi und Erik sich wirklich längere Zeit im Buch gegenseitig unausstehlich finden und nicht, wie bei schon so einigen anderen Liebesgeschichten, die anfängliche Antipathie schon nach wenigen Seiten nachlässt. Als Leser bemerkt man schnell, wie ähnlich sich Emi und Erik sind und einem selbst ist natürlich viel schneller klar wie gut die beiden zueinander passen. Spätestens nach dem Doppeldate (nennen wir es hier mal Doppeldate, aber es war alles andere als ein schönes Date) mit ihren beiden Geschwistern wird das deutlich.



Mich konnte diese Geschichte vor allem durch den Humor überzeugen. Die Handlung ist jedoch relativ schwach. Es gibt zwar auch Szenen, wo ernstere Themen behandelt werden, so wird zum Beispiel die neue Freundin des Vaters thematisiert, Mobbing in der Schule und die erste Liebe. Auch wird verdeutlicht wie unterschiedlich Geschwister sein können, wie Emis Bruder stets positiv denkt und Emi eher negativ durchs Leben geht. Es hätte hier aber noch genauer auf einzelne Probleme oder Konflikte eingegangen werden können. Gerade die Problematiken aus Eriks Leben hätten ruhig intensiver thematisiert werden können.


Die Nebenfiguren empfand ich persönlich, wirklich sehr nebensächlich. Zwar waren Toni, die immer zu plaudernde Mitschülerin und Emis Bruder, ein guter Kontrast zu Emis negativer Art, jedoch kam es mir wirklich oft so vor, als würde sich wirklich alles nur um Emi und ihre Problem drehen und andere und ihre Probleme einfach nicht der Rede wert seien. 



Fazit

Emis ist eine wirklich verschrobene und komische aber unterhaltsame Protagonistin. Es hat auch wirklich Spaß gemacht sich ihre verrückten Todesarten durchzulesen und ihre Fantasie und Kreativität zu bewundern. Leider konnte mich die Geschichte dennoch nicht wirklich packen, da es einfach viel zu wenig Handlung gab. Deshalb vergebe ich diesem Buch nur 2 von 5 Sternen.



✩✩


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Meine Monatsfavoriten im Juli

Wieder ein Monatsende und mit ihm habe ich auch wieder mal meine Monatsfavoriten 🙏🏽 Im letzten Monat hatten sich nicht genug Favoriten angesammelt, so dass ich meine wenigen Monatsfavoriten aus dem Juni, zusammen in meinem Lesemonat-Post mit eingebracht hatte.  Solltet ihr den Post verpasst haben und nachlesen wollen, habt ihr HIER  👈🏼 die Gelegenheit dazu. Viel Spaß beim Entdecken ♥︎
Instant Happiness Nagellack Ich habe eine Farbe gewählt, die für mich schon als „abenteuerlich“ eingestuft werden kann. Ich bevorzuge ansonsten eher sehr, sehr schlichte und einfache Farben. Meine Nagellack Sammlung  ist auch wirklich sehr klein und die meisten Farbtöne spielen sich im Nude -Bereich. Dieser Nagellack sticht also ziemlich bei mir heraus, aber er ist wirklich schön! Er muss nur einmal aufgetragen werden, ist  deckend und zieht schnell ein. Die Farbe strahlt richtigen Sommerflair aus und besonders auf den Fußnägeln kommt er gut zur Geltung. 



GoodHealth Zeitschrift (Leider kein Link vorhand…

Rezension zu Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo

Autor: Leigh Bardugo
Verlag: Knaur Verlag
Genre: Fantasy/ Fiktion
Preis: 16,99 € (Broschiert)
Seitenzahl: 592 Seiten



Vorab einen großen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

Eine Geschichte voller von Spannung geladener Szenen, Kampf und Krieg, Freundschaft sowie Feindschaft.

Dass alles erleben wir in dem Abenteuer der Krähen. Eine Mannschaft von 6 Personen, die einen nahezu unmöglich zu bestehenden Auftrag annehmen und sich damit mit mehr Glück als Verstand in Gefahr bringen.

Klappentext
Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschie…

Rezension zu Game of Hearts von Geneva Lee

Autor: Geneva Lee
Genre: Roman/ Liebesroman Verlag: Blanvalet Preis: 9,99 € Seitenanzahl: 288 Seiten




Klapptext Als Emma Southerly auf einer exklusiven Party, auf der sie eigentlich weder sein will noch erwünscht ist, den attraktiven, geheimnisvollen Jamie trifft, klopft ihr Herz vom ersten Augenblick an einen Takt schneller. Wer ist dieser Mann mit dem raubtierhaften Charme, und warum fühlt sie sich so zu ihm hingezogen? Trotz aller Bedenken verbringt sie eine leidenschaftliche Nacht mit ihm, die sie so schnell nicht vergessen wird – auch, weil es am nächsten Morgen in Las Vegas nur ein Thema gibt: Eine Leiche wurde gefunden – und Jamie ist der Hauptverdächtige. Aber er war doch die ganze Nacht bei ihr, oder etwa nicht?
Inhalt Emma Southerly lebt in Las Vegas. Eine aufregende Stadt, in der viel passiert und in der es rasant zugeht. Sie ist ein relativ normales Mädchen mit dem man sich selbst gut identifizieren kann. Schon früh musste Emma lernen Verantwortung zu übernehmen,  denn nach de…