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Rezension zu der letzte erste Blick von Bianca Iosivoni

Autor: Bianca Iosivoni
Verlag: LYX
Genre: New Adult
Seitenzahl: 436 Seiten
Taschenbuch, 10,00 €





Inhalt

Endlich frei! Emery Lance kann es nicht erwarten, ihr Studium in West Virginia zu beginnen. Niemand kennt hier ihre Geschichte. Niemand weiß, was zu Hause geschehen ist. Dafür ist sie auch bereit, in Kauf zu nehmen, dass die Situation im Wohnheim alles andere als ideal ist. Nicht nur treibt ihr Mitbewohner sie regelmäßig in den Wahnsinn – sein bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen ...

Meine Meinung


Emery ist frisch  am neuen College. Weit weg von Zuhause, wo sie die Vergangenheit ruhen lassen möchte. Das College soll ihr einen Tapetenwechsel, vom alten High-School-Leben, bieten. Mit ihren sogenannten Freunden von Zuhause will sie abschließen.
Durch die ihre schlechten Erfahrungen an der High-School, fällt es Emery nur schwer noch an wahre Freundschaften zu glauben. Zu groß ist die Angst vor Enttäuschung. Sie vertraut seit den Ereignissen an ihrer alten Schule nur noch sich selbst. Am College will sie also versuchen neu anzufangen, ohne großes Aufsehen zu erregen und wenn es sein muss auch ohne viel Kontakt zu anderen. Doch so einfach wie Emery sich das vorstellt geht es dann doch nicht. Denn Emery muss feststellen, dass sie sich im College ein Zimmer mit Mason, also einem Jungen, teilen muss. Mason und Emery kommen seit ihrer ersten Begegnung nur schwer, fast gar nicht, miteinander aus.

Dafür hat Mason einen tollen Freundeskreis und diese Freunde nehmen Emery direkt in die Gruppe mit auf. Alle sind unglaublich nett zu Emery und geben ihr das Gefühl schon immer Teil dieser Gruppe gewesen zu sein. Obwohl Emery keine neunen Freunde gewinnen wollte, kann sie nicht abstreiten, dass ihr die Zusammengehörigkeit gefällt.

Zu dieser Gemeinschaft gehört auch Dylan, Masons bester Freund und neue Nervensäge von Emery. Dylan ist einer von den guten. Er ist kein Bad Boy. Neben seinem Studium arbeitet er viel und versucht so um die Runden zu kommen.

Er und Emery  sind wie Feuer und Wasser. Sie necken sich, sie ärgern einander und einander Streiche spielen gehört zum Tagesprogramm seit sie sich kennen.
Doch seit ihrer ersten Begegnung ist da auch eine gewisse Anziehung, die beide nicht leugnen können.
Emery und Dylan sind die Protagonisten im Buch. Beide haben eine schwere Vergangenheit. Emery hatte eine schwere Schulzeit und Dylan ist alles andere als behütet aufgewachsen. Seine Mutter ist früh gestorben, sein Vater ein Trinker. Sein einziger halt war seine Nachbarin Mrs Pettyfer, die ihn damls als kleinen Jungen verpflegte und bei der er immer wieder Unterschlupf gesucht hat.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd. Die Kapitel lassen sich schnell und flüssig lesen und es braucht nicht lange bis man sich in der Geschichte befindet.  Schön war auch, das aus Emery und Dylan Sicht geschrieben wurde und man in beide Charaktere einen guten Einblick bekommen hat.

Weniger Gut hat mir gefallen, dass Emery eine naja sagen wir mal aggressive Seite hat. Am Anfang empfand ich es ja noch als ganz lustig oder auch gut, weil es zeigte das sich Emery nichts gefallen oder bieten lässt aber immer wieder gibt es in dem Buch Szenen wo Emery plötzlich, ohne wirklich Sinn zu ergeben, aggressiv wird. Vielleicht sollte es in dem Moment nur spielerisch gemeint sein oder auch aus tatsächlicher Wut, aber irgendwie kam es mir dann einfach nur nervig vor. Teilweise wurde auch sehr mit dem Beschreibungen von den Gefühlslagen der einzelnen Charaktere übertrieben oder,für mich persönlich, zu drastisch dargestellt.
Wiederum gut gefallen hat mir die Entwicklung von Emery. Aus dem aggressiven und verschlossenen Mädchen wird im Buch eine junge, offene Frau, die es nach und nach schafft wieder Gefühle zuzulassen. 

Besonders Aggressiv verhält sich Emery, wenn es darum geht, dass Videos online ins Netzt gestellt werden. Klar, das möchte keiner und ist auch Verständlich aber im Buch gibt es zwei Szenen wo es ganz deutlich wird, dass diese Abneigung etwas mit Emerys Vergangenheit zu tun haben muss.

Emery Vergangenheit ist quasi der Spannungsbogen der Geschichte.  Denn, da es immer wieder verdeutlicht wird, dass es Emery auf der High-School nicht leicht hatte und etwa schweres vorgefallen sein muss, ist die Spannung dementsprechend hoch, raus zu finden was genau mit Emery passiert ist. Ein weitere Spannungspunkt ist, dass Dylan etwas vor Emery verheimlicht und man gespannt darauf wartet, wann es den großen Knall gibt und alles raus kommt.

Fazit

Zwar kein Buch mit Suchtfaktor aber eine Geschichte die für kurze Zeit fesselt und ein netter Coming-Of-Age Roman ist. Wer also mal wieder ein bisschen Drama, ein bisschen Geheimnis und dazu das gewisse Prickeln einer Liebesgeschichte sucht ist mit dem Buch gut beraten. Mir hat die Story gefallen, außer ein, zwei Kritikpunkten habe ich daher nichts zu bemängeln und vergebe 4 von 5 Sternen.



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