Rezension zu Fangirl von Rainbow Rowell

Autor: Rainbow Rowell
Verlag: Macmillan Children's Books
Genre:  Jugendbuch - Literatur & Belletristik - Liebe & Romantik
Sprache: Englisch
Seitenzahl: Taschenbuch 480 Seiten








Inhalt


Cath and Wren are identical twins, and until recently they did absolutely everything together. Now they're off to university and Wren's decided she doesn't want to be one half of a pair any more - she wants to dance, meet boys, go to parties and let loose. It's not so easy for Cath. She's horribly shy and has always buried herself in the fan fiction she writes, where she always knows exactly what to say and can write a romance far more intense than anything she's experienced in real life.

Without Wren Cath is completely on her own and totally outside her comfort zone. She's got a surly room-mate with a charming, always-around boyfriend, a fiction-writing professor who thinks fan fiction is the end of the civilized world, a handsome classmate who only wants to talk about words . . . And she can't stop worrying about her dad, who's loving and fragile and has never really been alone.

Now Cath has to decide whether she's ready to open her heart to new people and new experiences, and she's realizing that there's more to learn about love than she ever thought possible ..



Meine Meinung

Cath schreibt Fanfiction. Seit Jahren dreht sich bei ihr alles um den Zauberer Simon Snow. Sie ist süchtig nach alles was mit Simon zu tun hat. Kennt alle Bücher in und auswenig und wartet nun sehnsüchtig auf den letzten Teil der Snow-Reihe. Als Magicath hat sie daher im Internet auch eine richtige Fangemeinde, ist dort genauso bekannt wie die eigentliche Autorin der Reihe.



Cath und Wren sind Geschwister. Zwillinge um genau zu sein. Beste Freundinnen, ihr Leben lang, für immer - das ist das gute an Zwillingen - es bleibt für immer. Cath und Wren haben die Highschool überlebt und jetzt geht es für die beiden ab aufs College. Während ihrer Schulzeit gab es Cath und Wren bisher immer nur im Doppelpack. Daher ist Cath umso schockierter als Wren ihr eröffnet, im College nicht ihre Zimmerpartnerin zu sein, dass sie neue Erfahrungen sammeln will und ein eigenständiger Mensch sein möchte.


Cath versteht die Welt nicht mehr. Noch nie hat sie etwas ohne Wren gemacht. Die Vorstellung, von all dem Neuen, was sie am College erwartet macht ihr eine riesen Angst und am liebsten würde sie bei ihren Vater zu Hause bleiben.


Wren und Cath haben ein besonders gutes Verhältnis zu ihrem Vater. Er hat ab dem 8. Lebensjahr,von Cath und Wren die beiden alleine aufziehen müssen, weil deren Mutter sich auf und davon gemacht hat. Die drei haben seitdem gemeinsam an einem Strang gezogen und Cath und Wren haben schnell gelernt was es heißt für sich selber sorgen zu müssen.


In der Geschichte spielt zwar das Abhauen der Mutter einen wichtigen Teil, ist aber nicht Fokus der Story. Bei Cath merkt man, dass sie durch die Geschichte mit ihrer Mutter, nicht leichtfertig Menschen an sich rann lässt. Für sie sind erstmal grundsätzlich alles Fremde, bis sie sie wirklich besser kennt. Vertrauen tut sie eigentlich nur sich selber.

Für Cath ist ohne Wren ist das Collegeleben schwer. Sie weiß nicht wie sie sich verhalten soll, wie sie Anschluss finden soll. Ihre Zimmergenossin Reagan nimmt sich daher Cath an. Reagan ist nicht die Art an von Mädchen, die für ihre Liebevolle Art bekannt ist und dafür viele Freundinnen zu haben aber auf eine Art und Weise freunden sich Cath und Reagan an. Reagans Freund Levi, stets super super freundlich und ständig lächelnd, ist ebenfalls bemüht Cath aus ihrem Schneckenhaus heraus zu locken. Levi ist der erste, den Cath seit langem an sich rann lässt, ohne es selber richtig zu bemerken. Einfach, weil mit Levi alles leicht wirkt.

Das Schreiben ist auch am College für Cath ein wichtiges Thema. Neben ihren Fanfiction, besucht sie nun einen Writing-Kurs und hat Schreibtreffen mit Nick. Nick ist ein Junge aus besagtem Writing-Kurs und gemeinsam wollen sie sich gegenseitig im Schreiben verbessern und helfen.



Cath macht im Buch eine tolle Entwicklung. Klar, sie hat immer wieder ihre Zweifel, verkriecht sich einfach doch gerne mal in die Fanwelt, wird zum Fangirl, ABER sie stellt sich immer wieder ihren Ängsten. Sie wird im Laufe des Buches immer offener und zugänglicher. Sie gewöhnt sich an das „Erwachsen-Werden“.


Besonders gut hat mir natürlich gefallen, dass man sich einfach wahnsinnig gut mit Cath identifizieren kann. Steckt nicht fast in jedem von uns ein bisschen Fangirl? Wollen wir nicht alle der Realität ab und zu entfliehen? Haben wir nicht alle mal Angst vor Neuem? Neu bedeutet fürs erste einmal FREMD und sich auf Fremdes einzulassen fällt auch mir nicht leicht, daher konnte ich Cath sehr gut verstehen, dass all die neuen Eindrücke befremdend sind. Besonders dann, wenn man es nicht kennt komplett auf sich alleine gestellt zu sein.

Rainbow Rowell schafft es mit Fangirl uns alles das Gefühl zu geben, dass man aus seinem Schneckenhaus raus kommen kann. Dass es erlaubt ist in andere Welten abzutauchen, dass man sich der Realität aber immer wieder stellen muss. Dass auch in der echten Welt unverhofft schöne Dinge geschehen, wenn man es nur zulässt.



Fazit


Ich gestehe, ich bin ein Fangirl von Fangirl. Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen und auch das Englisch ist sehr einfach zu verstehen. Rainbow Rowell hat hier wieder einen schönen Comin-Of-Age Roman hingelegt, in dem wir uns (da bin ich mir sicher) alle irgendwo wieder finden und mit identifizieren können. Für mich ganz klar 5 von 5 Sternen wert und natürlich mit Leseempfehlung.

✰✰✰✰✰





















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