Rezension zu Queens of Geek von Jen Wilde

Autor: Jen Wilde
Verlag: Swoon Reads
Seiten: 288
Genre: Jugendbuch
Preis: 9,49 €
Erscheinungsdatum: 20.03.2017
Isbn: 978-1250111395



Klappentext:

Three friends, two love stories, one convention:
Charlie likes to stand out. She’s a vlogger and actress promoting her first movie at SupaCon, and this is her chance to show fans she’s over her public breakup with co-star Reese Ryan. When internet-famous cool-girl actress Alyssa Huntington arrives as a surprise guest, it seems Charlie’s long-time crush on her isn’t as one-sided as she thought.
Taylor likes to blend in. Her brain is wired differently, making her fear change. And there’s one thing in her life she knows will never change: her friendship with her best guy friend Jamie–no matter how much she may secretly want it to. But when she hears about a fan contest for her favorite fandom, she starts to rethink her rules on playing it safe.

Meine Meinung

... Drei Freunde und ein Wochenende

Die gesamte Handlung spielt an einem Wochenende auf der SupaCon, was quasi so etwas ist wie die  Comic Convention. Alle drei: Charlie, Jamie und Taylor sind kleine Nerds, in ihren unterschiedlichen Bereichen und Leidenschaften. 

Charlie führt einen YouTube Kanal und ist mit diesem recht bekannt. Auf ihrem Kanal lässt sie ihre Zuschauer durch Vlogs an ihrem Leben teilhaben und konnte sich durch diese eine richtige Fangemeinde aufbauen.
Sie ist erst seit kurzem von ihren Freund getrennt, der ebenfalls ein erfolgreicher Internetstar/ Schauspieler ist. Die Beziehung der Beiden ging allerdings nicht im Guten auseinander. Die Trennung war und ist weiterhin für Charlie schwer, es wird ihr aber auch nicht leichter gemacht durch all die Kommentare und Gerüchte ihrer Fans. Denn ein Großteil ihrer Fangemeinde stand immer hinter der Beziehung und tut das auch weiterhin. Auf der SupaCon trifft Charlie dann zum ersten mal seit der Trennung wieder auf ihren Ex…

Als würde ihr das alles nicht schon genug abverlangen, merkt sie während der SupaCon, dass sich zu einem Mädchen hingezogen fühlt. Sie kämpft mit ihrem Gefühlschaos. Charlie weiß zwar schon lange, dass sie auch vom anderen Geschlecht nicht abgeneigt ist, aber noch nie ist es ihr bisher passiert, dass ihr ein Mädchen tatsächlich so unter die Haut gegangen ist.

Es ist recht spannend, wie Charlies Charakter neue Entscheidungen trifft, wie sie sich selber akzeptiert und Dinge nimmt wie sie kommen. Charlie wirkt auf dem ersten Blick super gefasst, als hätte sie ihr Leben vollkommen im Griff, doch auf den zweiten Blick sieht man, dass auch Charlie einige Bürden mit sich trägt. Doch Charlie ist ein Kämpfermädchen. Sie lässt sich nicht so einfach klein kriege und schon gar nicht von ihrem Ex...


Taylor entspringt nicht so ganz der Norm eines Mädchens. Sie ist nicht das, was man schlank nennen würde, sie hat auf der einen Seite ihres Kopfes die Haare abrasiert und in weiten Jungen-Tshirts fühlt sie sich um einiges wohler als in engen Mädchen Klamotten (Naja wer tut das auch nicht). Taylor leidet unter Sozialphobie und in ihren Verhalten machen sich auch autistische Züge bemerkbar. 


Sie muss sich gerade stark mit Veränderungen auseinander setzen. Denn da wäre zum einem nicht nur, dass sie Gefühle für ihren besten Freund Jamie empfindet sondern auch die Angst, bald auf ein College gehen zu müssen. Das würde bedeuten weg von zu Hause zu sein und schlimmstenfalls auch nicht auf das gleiche College wie ihre Freunde zu gehen. Sie müsste ihre vertraute Umgebung und die Menschen die sie kennt verlassen und sich auf neues und ungewohntes einstellen und genau das ist es, was Charlie eine Riesen Angst macht.


Taylor habe ich super schnell ins Herz geschlossen, sie war wirklich mein Lieblings Charakter. Besonders ihre Entwicklung im Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich bin mir sicher, dass viele mit den gleichen Sorgen und Ängsten, sich gut in die Gefühle und Gedanken von Taylor hineinversetzen werden können. 

Schön fand ich das Hautfarbe, Herkunft und Sexualität hier der Mittelpunkt der Geschichte sind und das das „Anders-Sein“ hier Anerkennung findet. Man hat auch nicht das Gefühl, das die Geschichte völlig frei erfunden ist. Die Story scheint mitten aus dem Leben gegriffen und man merkt, dass die Autorin einiges von sich persönlich einfließen lassen hat.  


Der Scheib Stil ist locker und recht jugendlich gehalten. Das Englisch ist leicht zu verstehen, ich hatte keine Probleme mich nach wenigen Seiten damit zu Recht zu finden. Es wird im Buch abwechslungsweise aus der Sicht von Taylor oder Charlie erzählt. Hier zeigt sich, wie unterschiedlich diese beiden Charaktere sind, wie beide ihre Probleme und Ängste haben aber wie sie sich immer wieder auf ihre Freundschaft verlassen können.


Über die Freundschaft der dreien hätte ich dennoch gerne mehr erfahren. Innerhalb dieses Wochenendes verbringen zwar Jamie und Taylor viel Zeit miteinander aber Charlie kommt in dieser Dreiecks-Freundschaft nur wenig vor. Dabei wird es immer wieder betont und beschrieben dass die drei DIE besten Freunde überhaupt sind. 


Auch über die Veranstaltung an sich, also über die SupaCon, erfährt man meiner Meinung nach zu wenig. Im Grunde genommen hat die Geschichte nur wenig Tiefe. 


Dadurch dass die Charaktere aber wirklich toll waren, einfach weil sie so unperfekt dargestellt werden und auch die Geschichte an sich, sich so anfühlt als wären es wirklich ein paar Tage die man mit drei Teenager verbringt, hat mich die fehlende Tiefe nicht weiter gestört. Außerdem finde ich, das die Autorin es schafft die  gesellschaftlichen Probleme anzusprechen ohne direkt mit erhobenem Finger zu schreiben. 


Fazit

Das Buch vermittelt einfach auf eine lockere und niedliche Art, dass das „Anders-Sein“ vollkommen in Ordnung ist und eigentlich gar keine große Bedeutung haben sollte. Denn genau so wie man ist, ist man auf seine eigene Art und Weise perfekt.  

✰✰✰✰✰


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