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Rezension zu Faceless von Alyssa Sheinmel

Autor: Alyssa Sheinmel
Verlag: Hanser Verlag
Genre: Jugendbuch
Preis:18,00 €
Seitenzahl: 352 Seiten

Vorab: Vielen Dank an den Hanser Verlag für das Rezensionsexemplar



Klappentext


Wie wichtig ist das Aussehen? Ein bewegender Jugendroman über Freundschaft, Familie, und die Suche nach der eigenen Identität

Langsam kehrt bei Maisie die Erinnerung zurück: Ein Blitz hatte die Oberleitung getroffen und der Funkenregen sie auf das Schlimmste verbrannt. Maisies Leben wird nie mehr so sein wie zuvor. Doch sie hat großes Glück: Sie erhält ein Gesichtstransplantat. Aber kann man das wirklich Glück nennen? Wenn sie sich selbst nicht mehr im Spiegel erkennt, sie in der Schule zum Außenseiter wird, weil ihr Gesicht aussieht wie von Picasso gemalt, und ihr Freund, ihre erste Liebe, nur aus Mitleid bei ihr bleibt? Erst als Maisie auf Menschen trifft, die ihr altes Gesicht nicht kennen, gelingt es ihr, ihr neues Ich anzunehmen. Und sie begreift: Sag niemals nie.

Inhalt


Maisie ist sportlich, relativ beliebt bei ihren Klassenkameraden, hat einen festen Freund und eine beste Freundin. Sie führt ein ganz normales Teenager Mädchen Leben, geht mit ihrem Freund aus, Quatscht über alles mit ihrer besten Freundin und ist sportlich super begabt. Ihr großes Talent: Rennen. Maisie kann rennen, laufen wie kein zweiter. Nichts fällt ihr leichter.

Doch dann passiert Maisie ein Unfall, den man kaum fassen kann, ausgerechnet beim Laufen. Bei ihrem alltäglichen Runden drehen wird Maisies Gesicht durch einen Blitzeinschlag und dem dadurch entstandenen Elektrobrand, für immer zerstört. Die Verbrennungen sind so schlimm, dass ganze Teile ihres Gesichts von Spezialärzten entfernt werden müssen.

Faceless.


Masie, fühlt sich nach der Transplantation nicht mehr wie sie selbst. Sie hat ihre eigene Identität verloren - Schämt sich, vor ihrem Freund, ihrer besten Freundin und all den anderen aus der Schule.

Jetzt gibt es nur noch die Frage: Wer ist Maisie nach dem Unfall? Wer ist Maisie 2.0.?

Meine Meinung

Mich hat die Geschichte von Maisie sehr bewegt. Denn was bleibt einem wenn man das eigene Gesicht verliert? Man schaut täglich in den Spiegel, checkt Haare, Make-up, betrachtet sich und man weiß genau:

das bin ich.

Aber wie ist es in den Spiegel zu gucken und das eigene Gesicht nicht wieder zu erkennen? Als würde eine Fremde in den Spiegel schauen.

Maisie nimmt den Leser mit auf die Suche nach sich selbst und nach ihrer eigentlichen Identität. Man geht den Weg mit ihr gemeinsam, leidet und fühlt mit ihr. Ab und zu verliert sich Maisie auch sehr in ihrem Selbstmitleid, was zwar verständnisvoll ist aber auch einfach teilweise eher anstrengend wurde. Sie hat zunehmend schlechte Laune lässt diese, an den Menschen aus, die nur das Beste für sie wollen.

Maisie hat einfach das Gefühlt, dass keiner sie so richtig verstehen kann und hasst es wenn andere von „ihrem Glück“ reden, dass sie am Leben ist und eine Gesichtstransplantation erhalten konnte. Doch durch die Gruppentherapie, zu der sie ihre Mutter schleppt, merkt Maisie , dass sie nicht alleine da steht und lernt mit ihrem Schicksal umzugehen.

Unglaublich mitreißend, weil ich dieses Thema einfach sehr spannend und auf eine Weise auch faszinierend finde. Man kann sich kaum vorstellen wie es sein muss nach 16 Jahren sein eigenes Gesicht zu verlieren und damit den Indikator, mit dem man die meisten Menschen ausmacht. Man behält sich (neben den Haaren) von den meisten Menschen die Augenfarbe, Nasenform oder die Lippen und Maisie muss nun ihr eigenes Gesicht komplett neu kennenlernen. Genau das war es, was mich so an der Geschichte fasziniert hat, Maisie auf den Weg zu begleiten ihr „neues ich“ zu finden.

Was mir leider nicht so ganz gefallen hat, sind die Längen im Buch, die immer wieder vorkommen und man das Gefühl hat, dass Maisie´s Entwicklung nur sehr zögerlich voran geht und auch ihre Launen werden zunehmend anstrengender im Buch.

Fazit

Dieses Buch ist genau deshalb so schön, weil es eine Geschichte ist, die einen anregt sich über Themen Gedanken zu machen, die eben nicht alltäglich sind. Mit denen man vielleicht auch noch gar nicht in Berührung gekommen ist.
Mich hat die Geschichte bewegt und fasziniert, daher gibt es klare 4 von 5 Sternen.

✰✰✰✰









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