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Rezension zu Spinster Girls - Was ist schon normaal ? von Holly Bourne

Autor: Holly Bourne
Verlag: DTV Verlag
Genre: Jugendbuch
Preis: 10,95 €
Seitenzahl:416 Seiten

Vielen Dank für das vom Dtv Verlag zugesandte Rezensionsexemplar! *WERBUNG 



Klappentext

Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!

Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen?

Inhalt

Evie leidet unter Zwangsstörungen. Ist aber auf den Weg der Besserung, denn sie geht regelmäßig zur ihren Therapiesitzungen und die Medikamente werden sogar bereits runter gefahren. Jetzt muss sie nur noch „normal werden“ wie Evie es immer wieder betont.

Evie ist froh über den Neuanfang am College, da sie an der alten Schule den Stempel „die Irre“ aufgedrückt bekommen hat und den dann erstmal wieder wegzubekommen, quasi einer unmöglichen Aufgabe gleicht. Früher hatte sie immer die Unterstützung ihrer besten Freundin Jane. Doch seit diese einen festen Freund, Joel, hat, ist sie einfach nicht mehr dieselbe. Ihre ganze Persönlichkeit hat sie an Joel angepasst, statt blonden Haaren ist sie nun schwarzhaarig, statt Ballerinas trägt sie nun dicke, schwarze Boots und anstatt Klarinette versucht sie sich jetzt an E-Gitarre.

Läuft das immer so? Muss ich meine ganze Identität umwandeln um einen Typen zu gefallen? Dass sind Evies Fragen. Ist das normal sein?

NEIN.

Nein ist es nicht, aber das wird Evie noch rausfinden. An ihrer Seite hat sie dafür Lottie und Amber. Mit ihnen gründet Evie den Spinster-Club. Dieser Begriff beudetet eigentlich so viel wie ewige Junfer, aber die drei wollen den Begriff neu aufrollen und er soll für unabhängige, starke Frauen stehen. Die eben auch ohne Jungs auskommen können. Zusammen besprechen sie feministische Themen, stärken sich gegenseitig, helfen sich gegen Sexismus und sind füreinander da. Ganz ohne Drama. Einfach drei Freundinnen, die sich FÜR den Feminismus und GEGEN Sexismus stark machen wollen.

Nur das Jungs ja irgendwie doch immer eine Rolle spielen und es auch bei Evie Hoch und Tiefs im Liebeslieben gibt und auch bei Lottie herrscht Chaos im Liebesleben. Nur die große, rothaarige Amber scheint gegen all den Liebeswirr-warr immun zu sein.

Trotz dass die drei wie die besten Freundinnen scheinen und sich ansonsten alles anvertrauen, erzählt Evie ihnen nichts von ihren Zwang Störungen. Doch als die Medikation fast schon so gut wie abgestellt ist, hat Evie einen Rückschlag. Jetzt bräuchte Evie ihre Freundinnen eigentlich am allermeisten…

Meine Meinung

Evie Erkrankungen hat mich erschüttert. Es ist nicht das erste Buch, dass ich lese in dem es über Zwänge geht aber ich finde die Autorin beschreibt einfach unglaublich gut, was in Evie Kopf vor sich geht und man fühlt einfach richtig mit. Es ist erschreckend. Zutiefst ergreifen und manchmal möchte man einfach schreien – oder weinen – einfach weil man sich gemeinsam mit Evie so hilflos gefühlt hat.

Ich konnte das Buch so gut wie nicht aus der Hand legen weil ich die ganze Thematik so unglaublich gut fand. Das drei Mädchen sich zusammenfinden und ganz ohne das ganze Teenagergehabe sich helfen und für einander da sind und sich dann auch noch für Feminismus stark machen. Ich meine, natürlich gehen die drei auf Partys, natürlich finden sie Jungs toll, reden über sie und geben sich Tipps wie sie sich gegen über ihnen verhalten sollen. Aber das ist nicht alles. Mit der Gründung ihres Clubs zeigt sich, dass Mädchen über mehr reden können als über Jungs und Schminke.

Der Schreibstil war am Anfang etwas ungewöhnlich für mich und ich musste mich erstmal reinfinden, weil die Autorin in den einzlenen Kapiteln nicht nur aus Evies Sicht schreibt, sondern auch quasi Erklärungen/ Rückblicke einfügt, wieso Evie gerade so denkt oder wie sich ihre Gedankenstränge entwickeln. Das muss man gelesen haben um es verstehen, ist schwer euch dass jetzt genau verständlich zu machen …

Wenn man allerdings erstmal in den Schreibstil reingekommen ist, kann man, wie schon eben mal erwähnt, dass Buch so gut wie nicht mehr aus der Hand legen.

Ich habe mich von Evies Geschichte so mitreißen lassen, ich wollte wissen wie es mit ihrer Krankheit/ Störung weiter geht, wie sie sich entwickelt und ich wünschte ich hätte damals meinen eigenen Spinster-Club gehabt. Diese Mädels sind einfach nur beeindruckend und beneidenstwert.

(*Räusper* Jemand hier, der einen Spinster Club gründen möchte?)

Mit diesem Buch habe ich einfach wieder viel mehr über Feminismus und Frauenrechte gelernt. Wie verdreht die Welt ist. Das Gleichberechtigung eben immer noch nicht gegeben ist. Dass wir uns weiterhin zusammentuen müssen. So wie es Evie, Lottie und Amber tun. Man kann gemeinsam so viel erreichen.

Genau das zeigt dieses Buch. Das man sich zusammen finden muss. Dass man was verändern kann. Dass wir Mädchen füreinander da sein können, ohne Drama, Gezicke oder irgendeinen anderen Quatsch.

Ich könnte jetzt noch stundenlang weiter über dieses Buch schwärmen, aber ich kann euch einfach nur ans Herz legen LEST DIESES BUCH.

Fazit

Ich könnte es einfach direkt nochmal lesen. Ich finde dieses Buch großartig und fiebere schon jetzt auf den zweiten Band der Reihe hin. Tatsächlich endlich seit langem mal wieder ein 5 von 5 Sterne Buch!

✰✰✰✰✰


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